Schmerzen & Menstruation / Douleurs aiguës / Dolore acuto

Schmerzen & Menstruation

Krankheitsentstehung

Was ist Schmerz?

Schmerz ist mehr als nur eine direkte Reaktion auf eine Verletzung. Er ist ein komplexes Zusammenspiel von Körper, Nervensystem und Psyche. Das bedeutet: Die Stärke des Schmerzes sagt nicht immer aus, wie schwer eine Verletzung ist. Schmerz ist vor allem eine Schutzfunktion des Körpers. Er soll uns warnen und dazu bringen, schädliche Reize zu vermeiden.

Wenn Schmerz jedoch über längere Zeit bestehen bleibt oder sich verselbstständigt, kann er selbst zur Belastung werden und sowohl körperlich als auch seelisch stark beeinträchtigen. Man spricht dann von chronischem Schmerz. Dieser dauert länger als drei Monate an und wird nicht nur durch körperliche Faktoren, sondern auch durch Stress, Emotionen, Aufmerksamkeit und Erfahrungen beeinflusst. Deshalb braucht chronischer Schmerz meist eine umfassende Behandlung, die verschiedene Ansätze kombiniert, zum Beispiel Medikamente, Bewegung, Entspannung und psychologische Unterstützung.

Was sind Periodenschmerzen?

Periodenschmerzen werden medizinisch als Dysmenorrhoe bezeichnet. Sie entstehen während der Menstruation durch krampfartige Kontraktionen der Gebärmutter. Die Schmerzen beginnen meist kurz vor oder mit Einsetzen der Blutung, sind am stärksten nach etwa einem Tag und klingen in der Regel nach zwei bis drei Tagen wieder ab. Sie können in den Rücken oder die Oberschenkel ausstrahlen und gehen manchmal mit Übelkeit, Durchfall oder Müdigkeit einher.

Bei den meisten Betroffenen liegt keine Erkrankung der Gebärmutter vor. Trotzdem können die Schmerzen sehr stark sein und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Manche Frauen reagieren besonders empfindlich auf Schmerzreize, was erklären kann, warum Periodenschmerzen individuell sehr unterschiedlich erlebt werden. Wichtig ist: Wenn sie sehr belastend sind oder sich verschlimmern, sollte ärztlich abgeklärt werden, welche Behandlung sinnvoll ist.